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Kolloidales Silber herstellen Teil 3 - Gleichspannung für die richtige Elektrolyse

Die leidige 'Elektrodenumschaltung' und das kolloidale Silber

Plus-Minus-Plus-MinusUm es vorweg zu nehmen - die gelegentlich zur Herstellung von kolloidalem Silber eingesetzte Elektrodenumschaltung ist alles andere als neu. Sie ist das, was man gemeinhin als alten Hut bezeichnet. Schon vor knapp zwanzig Jahren hat der Entwickler des bekannten Ionic-Pulsers diesen 'Polaritätswechsel' lange und ausführlich getestet und letztlich als untauglich verworfen. Und das völlig zu Recht, wie im Folgenden gezeigt werden soll.  

Was bedeutet Elektrodenumschaltung beim kolloidalen Silber?

Elektrodenumschaltung, Taktung, Polaritätswechsel, Polwechsel, oder einfach Umpolung usw. genannt, ist, wie es der Name schon sagt - eine simple Umpolung der Elektroden, also der Wechsel von Plus und Minus in bestimmten Abständen. Auch hinter sogenannten getakteten Geräten verbirgt sich nichts anderes als die genannte Umpolung der Elektroden.
Man glaubt, daß damit der oben bereits beschriebene Elektrodenschlamm verhindert werden könne. Das ist jedoch mitnichten der Fall.

Ablagerungen verunreinigen die Lösung

Elektrodenschlamm entsteht an der Kathode, wenn sich eine gewisse Ionenkonzentration in der Lösung eingestellt hat. Die genauen Vorgänge sind nicht endgültig geklärt. Es läßt sich jedoch eindeutig beobachten, daß es sich nicht mehr um bloße Silberionen handelt, sondern um Ansammlungen elementaren Silbers. An der Anode sammelt sich Silberoxid, welches durch die Verbindung von gelöstem Sauerstoff mit Silber entsteht. Es wird als Anodenschlamm bezeichnet, fällt aber genau genommen mit unter den Begriff des Elektrodenschlamms.
Wird nun, nachdem sich zwangsläufig eine gewisse Menge Elektrodenschlamm und Silberoxid gebildet haben, die Polarität der Elektroden getauscht, wird der Elektrodenschlamm beider Elektroden in die Lösung abgestoßen. Das läßt sich sehr gut im Experiment, aber auch bei entsprechenden Elektrolysegeräten mit dem bloßen Auge erkennen. Im Zeitraffer-Video kann man sehr eindrucksvoll sehen, wie beides förmlich in die Lösung hinein geschleudert wird:

Es geschieht also genau das, was man mit der Umpolung eigentlich zu vermeiden glaubte: Elektrodenschlamm und Silberoxid gelangen vollständig in die Silberlösung und lassen sich nicht mehr entfernen. Eine Ausnahme bilden große und entladene Silberpartikel, die sich am Boden des Gefäßes als Bodensatz wiederfinden.
Im Gegensatz dazu bleibt Elektrodenschlamm bei Geräten ohne Polaritätswechsel größtenteils an den Elektroden hängen, so daß sie einfach nur abgewischt werden brauchen. 

 
 

Statt der Vermeidung von Elektrodenschlamm bringen getaktete Geräte mit Elektrodenumschaltung gravierende Nachteile mit sich.

Einzig unsere Ausführungen, die HIER nachgelesen werden können, machten überhaupt erst deutlich, daß bei der Elektrodenumschaltung sehr wohl Elektrodenschlamm gebildet wird.

Dagegen wurden dann recht widersprüchliche Argumente ins Feld geführt. So beispielsweise, daß es sich beim Elektrodenschlamm um Silber handelt, welches ja schließlich in die Lösung gehört.

Zur Erinnerung: Beim Elektrodenschlamm handelt es sich eben nicht mehr um die wirksamen Silberionen, sondern um elementares Silber mit unbekannter Partikelgröße! Und genau das hat in der Lösung ebenso wenig zu suchen wie das Silberoxid, dessen Vorhandensein in der Regel völlig ignoriert wird.

Es wurde aber auch schon so argumentiert, daß es richtig sei, daß sich die Silberpartikel am Boden ansammeln. Nun, zum einen sammeln sich am Glasboden nur Partikel aus elementarem Silber, das Silberoxid verbleibt nach wie vor in der Lösung, und zum anderen muß man diesem Argument die Frage entgegen halten, wozu es dann überhaupt der Elektrodenumschaltung bedarf. Der Unterschied, ob sich nun das abgeschiedene Silber am Boden sammelt oder an der Kathode anhaften bleibt, ist unbedeutend und rechtfertigt kaum den Einsatz einer Technologie, die mit weiteren unübersehbaren Mängeln behaftet ist.

Folgenschwerer Zusammenbruch der Stromstärke

Aber damit nicht genug. Die Umpolung der Elektroden sorgt für einen weiteren gravierenden Nachteil. Bei jeder Umpolung - und das geschieht in der Regel mehrfach innerhalb weniger Minuten - bricht die Stromstärke zusammen und muß erneut bis zum notwendigen Arbeitsstrom aufgebaut werden. Zum einen wird dadurch die Herstellungszeit für kolloidales Silber enorm verlängert. Es konnten Zeiten gemessen werden, die diejenigen des Ionic-Pulses um mehr als das Zehnfache überschreiten. Zum anderen werden Berechnungen vermöge der faradayschen Gesetze praktisch unmöglich gemacht.
Verschiedene Untersuchungen haben dann auch sehr ernüchternd gezeigt, daß es trotz aufwendiger elektronischer Schaltungen, sogar mit Mikroprozessorsteuerung, nicht möglich ist, mit der Elektrodenumschaltung eine genaue Silberabgabe der Geräte zu gewährleisten, geschweige denn kolloidales Silber mit genauen Konzentrationen zu erzeugen. Die nachfolgenden Messungen sollen das noch einmal verdeutlichen:

Laborprüfung zweier Elektrolysegeräte mit Elektrodenumschaltung

Zur Bestätigung unserer Aussagen wurde im Oktober 2015 eine Prüfung von zwei baugleichen Geräten mit Polaritätswechsel von einem unabhängigen deutschen Analyselabor vorgenommen.
Da es nicht unsere Absicht ist, irgend einen Hersteller bloßzustellen, werden an dieser Stelle lediglich die Meßergebnisse gezeigt:
Am Gerät eingestellte Konzentration: Gerät 1

Gerät 2

25 ppm Konzentration der Lösung: 19 mg/L
Ag-Menge im Satz: 2 mg (entspr. 10 mg/L)

mögl. Silberabgabe: 29 mg/L

Konzentration der Lösung: 19 mg/L
Ag-Menge im Satz: 2 mg (entspr. 10 mg/L)

mögl. Silberabgabe: 29 mg/L

50 ppm Konzentration der Lösung: 23 mg/L
Ag-Menge im Satz: 4 mg (entspr. 20 mg/L)
mögl. Silberabgabe: 43 mg/L

Konzentration der Lösung: 20 mg/L

Ag-Menge im Satz: 3 mg (entspr. 15 mg/L)

mögl. Silberabgabe: 35 mg/L

 

100 ppm

Konzentration der Lösung: 27 mg/L
Ag-Menge im Satz: 6 mg (entspr. 30 mg/L)

mögl. Silberabgabe: 57 mg/L

Konzentration der Lösung: 27 mg/L
Ag-Menge im Satz: 6 mg (entspr. 30 mg/L)

mögl. Silberabgabe: 57 mg/L

Die Herstellung der Lösungen wurden direkt im Labor mit VE-Wasser nach Anleitung des Herstellers vorgenommen. Die Konzentration der Lösung wurde zunächst ohne Bodensatz gemessen ("Konzentration der Lösung"). Sie stellt die tatsächliche Konzentration der Dispersion dar. Die "mögl. Silberabgabe" ergibt sich aus der Summe von "Konzentration der Lösung" und der sich aus dem Bodensatz ergebenden Konzentration (In Klammer hinter "Ag-Menge im Satz"). Die Anhaftungen an den Elektroden wurden nicht berücksichtigt (ca. 10%).

Die vorliegenden Daten sind nicht repräsentativ. Sie sollen lediglich die Ungenauigkeit der beschriebenen Methode verdeutlichen.



 

Die hier aufgezeigten Probleme beim Polaritätswechsel führen nicht nur zu einer für den Benutzer unfreundlichen Bedienung infolge aufwendiger Programmierung und extrem langer Herstellungszeiten - es leidet auch die Qualität der herzustellenden Silberlösung dadurch, daß Elektrodenschlamm und Silberoxid vollständig in die Lösung gelangen und kaum mehr entfernt werden können. 
Die Fa. Medionic distanziert sich ausdrücklich von dieser unzeitgemäßen Technologie!

 

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